
Guy, unser Braumeister
Als er das erste mal nach Bascharage kam, konnte er seinen Augen nicht glauben. Anstatt eine Hausbrauerei vorzufinden, fand er nur ein großes Bauloch, wo diese entstehen sollte. Und er nahm die Herausforderung an…
Andere hätten vielleicht aufgegeben, jedoch nicht er. Er fing an über eigene Bierrezepte nachzudenken und wurde sich bewusst, dass dies eine einmalige Chance führ ihn war. Alle Angebote anderer Brauerei, beliefen sich nur darauf, die fertig gestellten Rezepte weiter zu brauen. Aber hier hatte er die Möglichkeit etwas Eigenes zu erschaffen. Von vorne herein bekam er freie Hand von der Familie Meyer und schnell baute sich eine Vertrauensbasis auf. „Ich kannte mich in der Brauwelt aus, aber hier war ich auf mich allein gestellt um alles ans Laufen zu bringen. Und auch wenn mein Arbeitgeber Metzger und nicht Braumeister waren, gaben sie mir von Anfang an vollste Unterstützung“.
Er konnte sich an Rohstoffen beschaffen, was es benötigt ein qualitativ hochwertiges Produkt zu brauen und konnte sich seine Lieferanten selbst aussuchen. Unser Hauptziel war die Qualität des Bieres, auf das Niveau der Qualität des hausgemachten Schinkens zu bringen.
Bereits nach der ersten Kostprobe, fanden wir das Resultat zufrieden stellend. Wir haben die Verpflichtung gutes Bier herzustellen ohne die vorhandenen Biermarken zu kopieren. Da der Braumeister Guy Majerus in fast allen luxemburgischen Brauerei gearbeitet hat wollte er vor allem etwas Neues hervorbringen, indem er vor allem mit der Bitterkeit der Biere spielte. Wir wissen dass unsere Kundschaft etwas bittere Biere bevorzugt. Wir haben mit dem hellen und dunklen Bier angefangen. Später kam dann das „Ambrée“ dazu, welches anfangs nur saisonbedingt hergestellt wurde. Das erste Jahr brauten wir auch ein Weizenbier zur Sommerzeit. Das „Ambrée“ war zur Herbstzeit gedaht. Im Winter kam dann auch noch ein Winterbier dazu. In den folgenden Jahren wurden immer diese 5 Biere gebraut, aber nicht jede Art durchgehend.
Im Moment brauen wir 42 Tank à je 15 Hektoliter, oder 630 Hektoliter alles zusammen. Der verkauf vor Ort ist immer noch der wichtigste, aber langsam bauen wir auch auf Supermärkte und Tankstellen aus. Also gehen wir davon aus, das wir die Produktion noch steigern werden können.
Häufig bitten wir Spezialangebote an, z.B. Verpackungen mit Glas. Dies veranlasst vor allem Bierfans uns von Zeit zu Zeit einen Besuch abzustatten. Auch wird die Kontinuität in der Qualität wertgeschätzt, welche daher rührt, dass die Rezepte nie geändert wurden.
„Was ich an meiner arbeit schätze, ist dass ich mein eigener Chef bin. Ich verfüge über meine Arbeitszeiten, und arbeite z.B. mehr Stunden im Sommer. Oft arbeite ich auch am Wocheende, wenn Besichtigungen anfallen. Wenn ich braue, fange ich um 3h00 morgens an und werde am frühen Nahmittag fertig. Falls jemand sich dazu berufen fühlt mir mal zur Hand zu gehen, ist er willkommen! Oft braue ich dienstags und mittwochs, aber man muss sehr früh aufstehen. Ein gutes Bier zu brauen, erfordert viel Arbeit!“